Wie unsere Stellplätze entstanden sind
Die 20 Stellplätze an der Goethestraße sind kein Zufall.
- Seit den 1940er-Jahren. Solange es die Häuser gibt, fahren die Bewohner über die Fläche nördlich davon zu und stellen dort ihre Autos ab. Später bekam sie den Namen Eppensteiner-Parkplatz.
- Frühjahr 2006. Merkur, heute BILLA PLUS, plant auf dieser Fläche und dem Grund des früheren Hotel Rainer einen Markt mit rund 185 Kundenparkplätzen. Für die Bewohner ist darin kein einziger vorgesehen. Bei der Präsentation am 3. April kommt aus der Gemeinde der Vorschlag, die Gärten hinter den Häusern zu Stellflächen umzubauen, auf Kosten der Mieter.
- Das Nein. Die Mieter der Goethestraße 1 bis 4 und der Himmelberger Straße 10 lehnen geschlossen ab. Die Gärten sind Spielplatz für die Kinder und Erholungsraum für die Älteren. Die Hausgemeinschaft schreibt an den Bürgermeister und an den Gemeinderat, die Neue Heimat stellt sich mit ihrem Anwalt dahinter, und Johannes Muchitsch verhandelt als Mietervertreter mit.
- Die Lösung. Im Mai 2006 unterschreibt Billa einen Leihvertrag mit der Neuen Heimat: 20 Stellplätze an der Goethestraße, ausschließlich für die Bewohner unserer Häuser, gebunden an den Pachtvertrag des Marktes bis 31. August 2046. Pflege, Reinigung und Winterdienst laufen seither über unsere Betriebskosten.
- Wer bezahlt hat. Die Anwaltskosten trugen Johann Muchitsch, der 2019 verstorben ist, und sein Sohn Johannes. Einige Mieter beteiligten sich mit kleinen Beträgen.
- Bis heute. Gärten und Stellplätze sind geblieben. Das hat die Nachbarschaft gemeinsam erreicht, und darauf lässt sich aufbauen.
Das nächste gemeinsame Vorhaben: eine geschlossene Box für unsere Mülltonnen.